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Leserbriefe Presseschau

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Leserbrief Solothurner Zeitung bz baz Tagi nzz...

Wer hat welche Informationen? Was bleibt öffentlich zugänglich und abrufbar?

Unser Leserbief an die az Solothurner Zeitung
Trotz einem mehrere hundertausend Franken teuren Expertenbericht wird die Linux-Übung entgegen der Empfehlungen der externen Experten und der Fachleute des AIO abgebrochen?-
Das soll uns mal einer erklären! Die Experten bescheinigen, dass 1-1.5 Mio. gespart wurden dank freier Software und dass man auf dem richtigen Weg sei mit Linux!
Statt die von den teuren Fachexperten empfohlene duale Strategie (Linux und Microsoft) wie andern Orts erfolgreich durchzuführen, soll mit einem Hauruck nun wieder fast alles mit Microsoft erfolgen!
Unglaublich, welche Resourcen da verloren gehen! Die vielen Weiterbildungen mit Openoffice und die problemlose Anwendung von GIMP, soll auf all das verzichtet werden?-
Was wird nun tatsächlich gemacht? Zeitungsartikel und die offiziellen Medienmitteilungen widersprechen sich eindeutig!-
An der Dualstrategie der Experten (Linux – Microsoft als Ergänzung) wurde noch in der Medienmitteilung des Regierungsrates vom 6.7.2010 ausdrücklich festgehalten.
Die Berichterstattung in der Solothurner Zeitung war wohl unvollständig?-
Als Stimmbürger erwarte ich, dass die Verwaltung Empfehlungen von teuren, externen Experten befolgt und dass der Kantonsrat die Thematik zumindest diskutiert und dass die entsprechenden Dokumente zugänglich sind, was typischerweise beim Linuxbericht nicht der Fall ist! Trotz mehrmaligem Nachhaken habe ich den Bericht immer noch nicht und bekomme nur Bruchstücke der Informationen!
Gilt genau hier, das sonst im Kanton Solothurn so viel gerühmte Öffentlichkeitsprinzip, nicht?-

Jürg Krämer, Solothurn
Mehr Infos siehe unten mit Anreisser, Orginaltexte siehe Links!!

...oder wissen wir nur die eine Hälfte, nämlich das negative?

Wir finden es wäre besser, die az lässt Berichterstattungen zu Linux weg!
Dies sollte man besser Fachleuten überlassen, vorallem wenn es um inhaltlich Stellungnahmen geht!-


Hier finden Sie bald mehr Infos! Wenn wir den offiziellen Experten bericht Linux Kanton Solothurn erndlich erhalten, können wir Ihnen jounalistisch auch mehr dazu sagen!
Im Moment ist aber eines klar, die Solothurner Zeitung hat eine sehr einseitige Inforamtion betieben, die evt. sogar die Richtlinien des Presserates verletzen könnte!
Mehr später! Medien Reaktionen Linux Solothurn hier...

MEDIENMITTEILUNG SWISS OPEN SYSTEMS USER GROUP /CH/OPEN
Zürich, 20. September 2010
Obwohl die Solothurner Regierung noch im letzten Monat ihre positive Haltung zum Linux-Projekt der kantonalen Verwaltung öffentlich bekräftigte, hat sie letzte Woche ihre Strategie überraschend über den Haufen geworfen und sich plötzlich für Windows ausgesprochen. Dabei hat sie entgegen den Empfehlungen der von ihr selber beigezogenen IT-Experten entschieden. Die Swiss Open Systems User Group /ch/open stellt diesen willkürlichen Entscheid in Frage. Sie fordert als gesamtschweizerischer Verein für die Förderung von offenen Systemen den Regierungsrat auf, alle Einzelheiten ihrer Urteilsfindung bekannt zu geben und ein allfälliges Nachfolge-System im Rahmen einer korrekten öffentlichen Ausschreibung zu beschaffen.
Ganzer Text






















Arbeitsbereich




Wer hat welche Informationen? Was bleibt öffentlich zugänglich und abrufbar?

Vorbildlich der Leserblog
http://blog.bernerzeitung.ch/leserblog/

Meinten Sie die Leserbriefe der az, resp. Leserbrief der sz, Leserbriefe Solothurner Zeitung...
oder die Leserbriefe der sueddutschen Zeitung, die auch mit sz abkürzt? sz-magazin.sueddeutsche.de/leserbriefe















Interpellation Fraktion CVP/EVP/glp: Linux-Strategie am Ende? (23.06.2010);
Stellungnahme des Regierungsrates


1. Vorstosstext
Im Zusammenhang mit dem Abgang vom AIO-Chef, Kurt Bader, bitten wir die Regierung um die
Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie gross ist die Abgangsentschädigung?
2. Welche Kündigungsfristen kennt man bei Kader, in Stellung von Kurt Bader?
3. Gibt es bei der Übergabe der Arbeiten/Aufgaben an den neuen Leiter a.i. ein
Übergabeprotokoll mit Pendenzenliste?
4. Wie übernimmt der Regierungsrat, in diesem Fall der Finanzdirektor, die politische
Verantwortung?
5. Sind die Mitarbeitenden ordentlich informiert worden und wie?
6. PRO-LINUX.DE: Angeblich hat die Äusserung (8. Juni 2010 – 18.00 Uhr) von Kurt Bader auf
der Pro-Linux-Internetseite mit zur Trennung geführt. Was hat seinerzeit die Regierung
unternommen, als ihr bekannt wurde, dass sich etliche Mitarbeitende anonym über diese
Seite äusserten? Hatte Kurt Bader Kontakt mit dem Betreiber der PRO-LINUX-Internetseite?
7. Welche Kosten sind für den Expertenbericht (läuft noch) aufgetreten? Welche kommen
noch dazu?
8. Welche Kosten, die als Einsparungen immer wieder aufgezeigt wurden, sind nun doch nicht
eingespart?
9. Wieso wurden viele RR-Beschlüsse in Sachen Umsetzung Linux nicht umgesetzt? Wer war
zuständig für die Umsetzung?
10. Welche Rolle spielten in den einzelnen Departementen die Regierungsräte, die Amtchefs
und die Controller in der Umsetzung?
11. Welche Rolle spielten in den einzelnen Departementen die IT-Verantwortlichen?
12. Wieso konnten das Gericht und die Polizei sich durchsetzen? Wer hat diese Bereiche in der
Auswahl der Betriebssoftware unterstützt?
13. Der Scalix-Webmailclient sorgte punkto Funktionalität von Anfang an für grosse Probleme
und damit für riesigen Unmut bei den Mitarbeitern. Endlich wurde entschieden, dass Scalix
wieder durch Outlook ersetzt werden soll. Bis wann kann mit dieser Umstellung gerechnet
werden? Was für Kosten entstehen dadurch?
14. Die Geschäftskontrolle Konsul soll durch Ambassador ersetzt werden. Die Umstellung wurde
schon mehrmals verschoben, weil Ambassador nicht „läuft“ und dadurch riesige Probleme
entstehen würden. Der Produktivtermin wurde neu auf den 1.1.2011 festgelegt. Will man
tatsächlich das Risiko eingehen und Konsul durch Ambassador ersetzen? Sollte nicht besser
davon Abstand genommen und auf dem bisher bewährten System weitergearbeitet
werden?
15. Die Gerichte können vorläufig nicht auf Linux umgestellt werden – im Gegenteil – sie
werden mit der neusten Software von Microsoft ausgerüstet. Was für Kosten entstehen
dadurch? Macht eine spätere Umstellung auf Linux überhaupt noch Sinn?
16. Laut Aussage von Finanzdirektor Christian Wanner im OT vom 18. Juni 2010 fallen die
Kosteneinsparungen mit Linux tiefer als erwartet aus. Wie viel kann nun tatsächlich mit
Linux im Vergleich zu Microsoft eingespart werden?
2
17. Ist es denkbar, dass man sich völlig von Linux verabschiedet?
18. Falls weiterhin an Linux festgehalten wird: Wie sieht die externe Expertise das künftige
Verhältnis zwischen Linux / Microsoft?
19. Windows-Desktop: Ist es richtig, dass einzelne Mitarbeitende künftig mit zwei Desktops
(Windows und Linux) arbeiten müssen, weil nicht alle Programme auf Linux umgeschrieben
werden können? Ist die Wirtschaftlichkeit eines solchen Vorgehens geprüft worden? Wie
sieht es mit den Schulungen für Mitarbeitende aus? Unseres Wissens werden im Moment nur
Schulungen für OpenOffice-Produkte durch das AIO angeboten. Was ist mit den
Mitarbeitenden, deren Plattform auf eine neue Windows-Umgebung umgestellt wird? Wie
sieht es aus mit dem Support für Mitarbeitende mit der neuen Windows-Umgebung -
verfügt das AIO über genügend Know-how für die neuen Office 2007 Anwendungen?
20. Allgemein: Welche Amtsstellen sind bereits vollständig auf Linux umgestellt und wie wird
damit gearbeitet?
2. Begründung
Der schnelle Abgang vom AIO-Chef, Herr Kurt Bader, sowie die sehr schnelle Wendung in der
Strategie Linux hat viele Fragen aufgeworfen. Viele Fragen und Eingaben vom Parlament, aber
auch Äusserungen von Mitarbeitenden wurden über Jahre elegant übergangen. Im Übrigen ergibt
sich die Begründung aus den Fragen.



Die Experten empfehlen, die bisher gewählte Ausrichtung auf offene Systeme und Linux nicht
zu ändern, sondern nur die bisher gewählte Art und Weise der Umsetzung der Linux-Desktop
Strategie zu korrigieren. Gemäss Aussagen der Experten entspricht die Ausrichtung auf eine
Öffnung im Bereich des IT-Arbeitsplatzes, wie sie vom Kanton Solothurn angestrebt wird, den
allgemeinen Entwicklungstendenzen in der IT-Branche. Eine „Verabschiedung“ von Linux wäre
gemäss Aussagen der Experten als Rückschritt einzustufen. Diese Empfehlung erachten wir als
fundiert begründet und nachvollziehbar, weshalb eine Strategieänderung nicht in Erwägung
gezogen wird.


Alle Antworten Regierungsrat Linux Solothurn PDF...





















Memo Bereich nach oben oder mehr lesen unten!

Auszüge können Sie auch direkt hier unten lesen! Warum macht man nicht das was 300 000 teure Experten empfehlen!

Linuxbericht Antworten Regierungsrates Stellungnahme Linux Regierungsrate Solothurn
auszugsweise ganzer Text
Alle Antworten Regierungsrat Linux Solothurn PDF...

3.1 Zu Frage 1
Es wurde keine Abgangsentschädigung vereinbart oder ausgerichtet.

3.7 Zu Frage 7
Für den Expertenbericht steht ein Kostendach von 300'000 Franken zur Verfügung. In der ersten
Phase wurde die neue Informatiklösung der Gerichte begutachtet (Juris). Der zweite Bericht umfasste die Beurteilung der Umsetzung der Informatikstrategie mit konkret folgenden Themen:
Projektstand Ambassador, Migration Linux-Desktop, offene Kundenanforderungen wie Arbeitsplatzausrüstung und Bürokommunikation, Umstellung Fachanwendungen, Notfallszenarien und Dienstleistungen sowie Projektmanagement AIO. In der dritten und letzten Phase werden folgende Fragenstellungen überprüft: Werden die sicherheitstechnischen Anforderungen gemäss
allgemeinen Standards erfüllt, wie ist die Zusammenarbeit zwischen AIO und Dienststellen optimaler zu gestalten, wie ist das Dienstleistungsangebot des AO besser auf die Bedürfnisse der
Nutzer auszurichten und mit welchen zusätzlichen Kosten ist für die Anpassung des Umsetzungsvorgehens zu rechnen. Zudem wird die Aufbau- und Ablauforganisation des AIO überprüft. Wir gehen davon aus, dass das erwähnte Kostendach für die Beantwortung aller Fragen
nicht überschritten wird. Einer der Experten wird für eine Übergangsphase der interimistischen Amtsleitung bei der operativen Umsetzung der Empfehlungen zur Verfügung stehen und gleichzeitig aus dem Gutachterteam ausscheiden. Für die Selektion der neuen Amtsleitung muss ebenfalls externes Fachwissen beigezogen werden. Für diese Beratungsarbeiten werden zusätzliche Kosten anfallen, welche aber im Zeitpunkt der Beantwortung der vorliegenden Fragen noch nicht definiert sind.

3.8 Zu Frage 8
Die Gutachter erachten die bisher erwähnten Einsparungen von 1 Mio. bis 1,5 Mio. Franken
jährlich als plausibel.
Ein Teil dieser Einsparungen ist darauf zurückzuführen, dass die Microsoft
Produktpalette in den letzten Jahren nicht mehr modernisiert wurde. Die Kosten für Upgrades
von Microsoft Anwendungen werden teilweise in Zukunft entgegen der bisherigen Annahme
anfallen, da die Gutachter mittelfristig empfehlen, eine duale Strategie weiter zu führen (mittelfristiger Einsatz von OpenSource - ergänzt durch Microsoft-Produkte).

3.9 Zu Frage 9, 10 und 11
Es ist uns nicht bekannt, dass viele Beschlüsse des Regierungsrates zu Linux nicht umgesetzt
wurden. Mit Beschluss Nr. 2006/1627 vom 5. September 2006 wurde dem Projekt Linux-Desktop
zugestimmt und das AIO als Pilotdienststelle für den Aufbau des Linux-Desktop bezeichnet.
Vorgesehen wurde eine sanfte schrittweise Migration der übrigen Dienststellen, wobei die Initiative
zur Festlegung des Zeitpunktes für die Umstellung im Wesentlichen bei den Dienststellen
lag. Die Rollen der Departementsvorsteher und –vorsteherin, der Amtsleitung der Controllingund
IT-Verantwortlichen ergibt sich in diesem Kontext aus ihrer Linienfunktion. Für die Umstellungsarbeiten ist das AIO verantwortlich.

4
3.10 Zu Frage 12
Die gewählten Lösungen bei den Gerichten und der Polizei ist nicht eine Folge der Durchsetzungskraft dieser Dienststellen, sondern basiert auf folgenden technischen Fakten:
Die Gerichte verfügen über eine zentrale Fachanwendung Juris. Diese ist Microsoft basiert und
integriert die Office-Elemente von Microsoft inklusive Outlook eng in die Standardanwendung.
Eine linuxtaugliche Version von Juris (genannt Jala) wird entgegen den Erwartungen nicht 2011,
sondern frühestens 2013 erwartet. Per 1. Januar 2011 werden die neuen Strafprozess- und Zivilprozessordnungen
(StPO und ZPO) in Kraft treten. Dies erfordert zwingend die Einführung einer
neuen JURIS-Version, die jedoch noch nicht „LINUX-tauglich“ ist. Demzufolge wurde den Gerichten die Nutzung der Microsoft basierten Standardanwendung Juris bis zur Verfügbarkeit
von Jala zugestanden.
Bei der KAPO ist die IT-Strategie und somit die Umstellung auf offene Systeme umsetzbar und
beschlossen. Für die Umsetzung besteht eine Umsetzungsplanung für die Jahre 2010 bis 2014.
Für die polizeispezifischen Anwendungen wurden durch den Regierungsrat insgesamt sechs
spezifische Ausnahmen beschlossen. Die Ausnahmen berücksichtigen die speziellen Anforderungen
der KAPO an die IT, die sich von den übrigen Dienststellen der Verwaltung unterscheiden.
Die KAPO benötigt in ihren Kernbereichen einerseits eine hohe Verfügbarkeit der Informatikausrüstung, über 7 x 24 Stunden. Anderseits setzt sie spezifische Standardapplikationen
ein, die Microsoft-Office basierte Arbeitsstationen einbinden und die einen Notbetrieb auch ohne
Netzzugang ermöglichen müssen. Für diese Anforderungen besteht seitens AIO aktuell kein
Angebot. Diese spezifischen Anforderungen erfordern deshalb bis auf weiteres den Einsatz von
Microsoft basierten PC.

3.11 Zu Frage 13
Der Scalix-Webmailclient erfüllt die Anforderungen bezüglich Funktionalität und Komfort in der
Tat nicht, weshalb bis Ende Jahr nach einer Alternative gesucht wird. Bisher wurde allerdings
noch nicht entschieden, welches Nachfolgeprodukt zum Einsatz kommen wird. Dieser Entscheid
liegt bis Ende Jahr vor. Eine produktive Einführung ist im 2011 möglich. Zu den Kosten kann
noch keine Antwort geliefert werden, weil das Nachfolgeprodukt wie erwähnt noch nicht evaluiert
ist.
3.12 Zu Frage 14
Die externen Experten haben Ambassador einem Projektaudit unterzogen. Sie kommen zum
Schluss „dass das Projekt aktuell systematisch bearbeitet und die Einführung seitens AIO nun
sorgfältig und in Zusammenarbeit mit den Nutzern vorbereitet wird.
Mit der geplanten zweistufigen Einführung per Mitte Jahr und per Ende Jahr kann zudem erreicht werden, dass das Vertrauen in das Produkt gesteigert werden kann und dass noch bestehende technische Probleme
grundsätzlicher Art bereits vor der schwierigen Einführungsphase per Ende Jahr erkannt und
korrigiert werden können. An einer Demonstration konnte das Expertenteam den Projektfortschritt
nachvollziehen und sich davon überzeugen lassen, dass die Einführungstermine aus technischer
Sicht nicht gefährdet sind. Funktionalität und Performance waren gut. Die Benutzerschnittstelle
wurde gegenüber der Anwendung Konsul leicht modifiziert“ (zit. Expertenbericht
vom 30.06.2010, S. 17).
Per Mitte Jahr wurde Ambassador für die Oberämter, das Amt für soziale Sicherheit (FFE), das
Amt für öffentliche Sicherheit, das Arbeitsinspektorat und die Lebensmittelkontrolle produktiv
gesetzt. Gestützt auf diese Fakten hat das Projektteam Ambassador entschieden, am bisherigen
Projektplan für die verwaltungsweite Ambassador Migration mit Einführung per Ende Jahr festzuhalten, da derzeit keine Alternative besteht.

3.14 Zu Frage 16
Die Aussage von Finanzdirektor Christian Wanner, dass die Kosteneinsparung mit Linux tiefer als
erwartet ausfallen, bezieht sich auf die von den Experten geäusserten Empfehlungen, die bestehende
IT-Strategie pragmatischer umzusetzen und die Applikationsarchitektur auf eine Dualstrategie
auszurichten. Sie empfehlen mit andern Worten „an der bisherigen IT-Strategie festzuhalten
und die Basierung auf offenen Systemen als primäre Stossrichtung und dem Einsatz
von Linux als strategisches Betriebssystem weiter zu verfolgen“. Sie empfehlen jedoch weiter
„zu akzeptieren, dass auf mittlere und längere Sicht neben der OpenSource-Plattform eine Microsoft basierte Plattform sowohl im Office Bereich als auch im Applikationsbereich bestehen
bleiben wird“ (zit. Expertenbericht vom 30.06.2010, S. 4). Diese nicht allein auf OpenSource fokussierte Umsetzung der IT-Strategie wird dazu führen, dass bisher bereits angefallene und ausgewiesene Einsparungen durch das Auslaufen der Microsoft-Plattform und den Verzicht auf
Nachführen der Office Lizenzen aus den 90-er Jahren nun nicht vollumfänglich realisiert werden
können. Welche Zusatzkosten für diese Modernsierung anfallen werden, wird im Rahmen der
Konkretisierung der neuen „Dual-Konzepte“ erarbeitet werden; sie sollen mit dem Schlussbericht
im Herbst ausgewiesen werden.

3.15 Zu Frage 17
Die Experten empfehlen, die bisher gewählte Ausrichtung auf offene Systeme und Linux nicht
zu ändern, sondern nur die bisher gewählte Art und Weise der Umsetzung der Linux-Desktop
Strategie zu korrigieren. Gemäss Aussagen der Experten entspricht die Ausrichtung auf eine
Öffnung im Bereich des IT-Arbeitsplatzes, wie sie vom Kanton Solothurn angestrebt wird, den
allgemeinen Entwicklungstendenzen in der IT-Branche. Eine „Verabschiedung“ von Linux wäre
gemäss Aussagen der Experten als Rückschritt einzustufen. Diese Empfehlung erachten wir als
fundiert begründet und nachvollziehbar, weshalb eine Strategieänderung nicht in Erwägung
gezogen wird.

3.16 Zu Frage 18
Die Experten äussern sich nicht dazu, in welchem Verhältnis Linux oder Microsoft in Zukunft
eingesetzt wird. Primär werden OpenSource-Produkte eingesetzt. Für nicht umstellbare Applikationen und in der aktiven Zusammenarbeit mit externen Partnern sollen gezielt Microsoft Produkte zu Verfügung gestellt werden. Wie die Online-Umfrage gezeigt hat (dazu auch Ziffer 3.18
nachfolgend), führen sehr unterschiedliche Gründe dazu, dass die Nutzer zur Zeit die Microsoft-
Produkte weiter einsetzen wie z.B. die Mail Problematik, das Fehlen von Ambassador, Probleme
mit der Zusammenarbeit mit externen Partnern etc. Deshalb lässt sich das schlussendliche Verhältnis des Einsatzes von Linux und /oder Microsoft noch nicht quantifizieren.

3.17 Zu Frage 19
Bereits heute ist es so, dass auch in umgestellten Dienststellen noch einzelne Microsoft-basierte
Fachanwendungen existieren. Neu ist die Akzeptanz der Situation, dass auf mittlere und längere
Sicht neben der Linux-Plattform eine Microsoft basierte Plattform sowohl im Office Bereich
6
wie im Applikationsbereich bestehen bleiben wird. Aus diesem Grund ist im Masterplan eine
Massnahme vorgesehen, die unterschiedlichen Plattformen durch eine entsprechende Gestaltung
des Systemzugangs im Sinne eines „Portals“ den Nutzer nicht merken zu lassen.
Das Schulungsangebot wird entsprechend der angepassten Umsetzung der IT-Strategie erweitert
werden müssen. So ist die Schulung für Microsoft Anwendungen ebenfalls sicherzustellen.
Dasselbe gilt für die Befähigung des AIO, den Support für die neuen Office Anwendungen leisten
zu können. Die Überprüfung der Organisation des AIO ist bereits seit längerem geplant und
wird nun zusätzlich gestützt auf die neuen Erkenntnisse bezüglich fachliche Anforderungen bis
Ende des Jahres vorgenommen. Auch die bestehenden Ressourcen werden genau analysiert
werden müssen, da nach einer ersten Einschätzung der Experten der Personalbestand im AIO zu
knapp dotiert ist.

3.18 Zu Frage 20
Bis Ende Juni 2010 waren 36 Dienststellen auf den Linux-Desktop umgestellt. Bis Ende Jahr sollen
44 Einheiten umgestellt sein.
Die externen Experten haben neben den persönlich durchgeführten Interviews in 9 Dienststellen
mit über 1200 Arbeitsplätzen zusätzlich eine Online-Umfrage zur Nutzung der Büroautomations-
und -kommunikationssysteme durchgeführt. Die Umfrage hat gezeigt, dass auch in umgestellten
Bereichen die Microsoft-Palette weiterhin genutzt wird. Es sind zur Zeit nur kleine Anreize
vorhanden, um vollständig auf die OpenOffice Programme zu wechseln. Die Experten
kommen in ihrer Analyse zur Umfrage zum Schluss, dass die Einführung von Ambassador, eine
bessere Lösung für die Büroautomation (Mail, Archivierung, etc.) und eine neuere Version des
OpenOffice die Akzeptanz der neuen Plattform deutlich erhöhen würde. Sie stellen fest, dass
die Nutzer der Open Source Strategie grundsätzlich positiv gegenüberstehen, dies jedoch unter
dem Vorbehalt, dass die tägliche Arbeit am PC effizient unterstützt und für die Zusammenarbeit
mit Dritten kompatibel ist. Gemäss Masterplan für die Umsetzung der Expertenempfehlungen
ist deshalb das AIO beauftragt worden, in erster Priorität die Funktionalität und die Bedienbarkeit
in den Bereichen Büroautomation und Bürokommunikation zu verbessern.
Andreas Eng
Staatsschreiber

Memo Leserbrief Solothurner Zeitung Alain Stouder nicht zu finden? Komisch?!
Der Inhalt war sehr spannend, vielleicht erhalten wir den Text ja noch oder er wird beim Betroffenen pupliziert mit Gegendarstellung!
Heinz Müller wird im Leserbrief von Alain Stouder als .... bezeichnet! Zu recht? Wir sin dgespannt! Links folgen bald!
Diskussion erwünscht!
http://www.heinz-mueller.ch/

Google findet aber so was??
Der nachfolgende Leserbrief von Frau Kantonsrätin Esther Bosshart sollte im Hinblick auf die Nationalratswahlen 2007 in den Solothurner Medien veröffentlicht werden. Das Oltner Tagblatt und die Neue Oltner Zeitung haben diesen anstandslos abgedruckt. Das Solothurner Tagblatt, die Solothurner Zeitung, sowie das Grenchner Tagblatt haben dies bis heute nicht getan. Auf der anderen Seite scheuen sich die gleichen Blätter nicht, einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten (Elvira Bader, Boris Banga, Pirmin Bischof u.a.m.) monatelang Raum für eigene Kolumnen zur Verfügung zu stellen. Auch so kann man Wahlen beeinflussen!
http://www.roland-borer.ch/leserbriefe/


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