Die kriminelle Identität verändern (SZ digital: Elisabeth Seifert)
Arbeitserziehungsanstalt Auf dem Arxhof werden auch junge Solothurner therapiert Der Ruf nach harten Gefängnisstrafen für junge Gewalttäter wird immer lauter. Eine Veränderung der kriminellen Identität ist aber nur durch eine effiziente Therapie möglich.
Weniger Rückfälle: Therapierung von jungen Gewalttätern zeigt Wirkung In der Schweiz gibt es vier Arbeitserziehungsanstalten, drei davon in der Deutschschweiz: Neben dem Arxhof in Baselland sind das die Anstalten Uitikon im Kanton Zürich sowie Kalchrain im thurgauischen Hüttwilen. Neben straffälligen älteren Jugendlichen bis 18 Jahren können Richter auch junge erwachsene Straftäter zwischen 18 und 25 Jahren in diesen Anstalten statt in einem Gefängnis unterbringen. «Das Strafrecht geht davon aus, dass junge Leute bis 25 Jahre veränderbar sind», erklärt Renato Rossi, Direktor des Arxhofes. Er ist ein Gegner davon, Jugendliche oder junge Erwachsene für eine längere Zeit in ein Gefängnis zu stecken – es sei denn, sie stellen für die Öffentlichkeit ein Risiko dar oder sperren sich gegen jede Therapie. Selbstverständlich gelte es bei sehr schweren Missetaten die Verhältnismässigkeit im Auge zu behalten. Die Aufenthaltsdauer in einer Arbeitserziehungsanstalt liegt für junge Erwachsene nämlich bei höchstens vier Jahren. Junge Leute, die unter dem Jugendstrafrecht verurteilt worden sind, können bis zu ihrem 22. Geburtstag bleiben. Ganzer Artikel als PDF... [51 KB]
Rüttener Manifest gegen Gewalt und gute Links/Infos .....